Korruption auf Minecraftservern: Moderatoren bannen für Geld!

Moderatoren bannen für Geld

Creepercraft – eine groß angelegte Studie von minecraftnews.de zeigte, dass viele Moderatoren auf Minecraftservern korrupt sind und für Geld bannen!

Schon das Verkaufen von sogenannten „VIP“-Rängen in Minecraft gegen Geld brachte in der Vergangenheit hitzige Diskussionen hervor. Ist es moralisch verwerflich, kleine Kinder auszubeuten? Dürfen die Server das? Das sind nur wenige Fragen, mit denen sich in etlichen Minecraft Communities in der Verganenheit auseinandergesetzt wurde.

Doch verglichen mit den aktuellen Entwicklungen ist das nichts. Im Zuge einer unabhängigen, durch Serverpartner finanziell unterstütze, Serverbewertung durch minecraftnews.de wurden bisher unbekannte und unglaubliche Umstände ans Licht gebracht. Auf 8 von 10 Servern wurden neben den normalen „VIP“ und „Premiumrängen“ auch Banns entgeltlich angeboten. Hier kann man zahlen, um den Spieler, der einen gerade beim PVP getötet hat oder sein Haus begrieft hat, ganz einfach aus dem Weg schaffen. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Damit das Ganze fair ist, kann man sich als Gebannter selbstverständlich auch „freikaufen“.

Diese Entwicklungen sind allesamt sehr bedenklich, da dieses Vorgehen nach aktuellen juristischen Erkenntnissen nicht EULA-konform ist, die Server aber diese akzeptiert haben. Peter Stein, zertifizierter Minecraft-Jurist meint zu dem Thema:“In der EULA steht, dass keiner Spieler durch entgeldlichen Maßnahmen bevorzugt werden darf. Das ist gut. Anzubieten, Spieler für Geld zu bannen, widerspricht dem aber. Das ist böse.“

Die Serverbetreiber unterdessen und die Serverteams halten an ihrem neuen „Feature“ fest. Der kleine Tim von Creepercraft meint:“Durch den Verkauf von Banns und dem entgeldlichen entbannen brauchen wir weiger Moderatoren, die Spieler regeln das jetzt schon untereinander. Außerdem können wir uns dadurch jetzt endlich den eigenen Firmen-Jet leisten!“. Der Reichtum dieser Server ist mittlerweile allerdings schon sehr besorgniserregend. Er hilft aber auch, bestehende Regelungen wie den „Mindestlohn für Minecraft Developer“ einzuhalten.

Ob diese Praxis noch weiter betrieben wird und betrieben werden kann ist allerdings mehr als fraglich. Spätestens, wenn diese Server an Mojang gemeldet werden, wird wohl Schluss damit sein. Bis dahin, viel Spaß beim (ent-)bannen!

DASPOOT, Creepercraft

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